Firmenkonto für die Auslandsgesellschaft: der Schritt nach der Gründung
Die Gesellschaft steht, sobald das Register sie einträgt. Arbeiten kann sie erst, wenn ein Konto auf ihren Namen läuft. Dieser Schritt hat eigene Regeln, und er gelingt in dem Maß, in dem du vorbereitet in ihn hineingehst.
Wo der Schritt im Ablauf liegt
Das Konto folgt der Gründung, weil jede Bank die fertigen Gründungsdokumente sehen will: Registerauszug, Satzung, die Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten. Der Ablauf ist überall derselbe. Die Gesellschaft wird gegründet, das Dossier wird zusammengestellt, die Bank prüft im Rahmen ihrer Sorgfaltspflichten, du wirst vorgestellt, das Konto wird freigeschaltet. Was zwischen diesen Schritten liegt, ist Dokumentation. Je vollständiger und widerspruchsfreier sie ist, desto kürzer wird die Prüfung.
Was du vorbereitest
- 01Gründungsdokumente der Gesellschaft, etwa Certificate of Incorporation und Articles of Association
- 02Identitäts- und Adressnachweise aller Direktoren, Anteilseigner und wirtschaftlich Berechtigten
- 03Certificate of Good Standing, wenn die Gesellschaft schon länger besteht
- 04Nachweise zur Geschäftstätigkeit: Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege
- 05Eine Beschreibung des Geschäfts mit Märkten, Kunden und geplanten Umsätzen
- 06Bank- oder Geschäftsempfehlungen, sofern die Bank sie anfordert
- 07Kontoauszüge bestehender Geschäftsverbindungen als Finanzhistorie
- 08Angaben zu besonderen Umständen, etwa politischer Exponiertheit oder früheren Insolvenzen
Der rote Faden dahinter ist eine einzige Frage: Wer steht hinter der Gesellschaft, woher kommt das Geld, und was tut die Firma? Wer diese drei Punkte belegt statt behauptet, kommt durch die Prüfung.
Remote oder vor Ort, und was die Bank an Einlage erwartet
In vielen Jurisdiktionen läuft die Eröffnung vollständig aus der Ferne. An klassischen Finanzplätzen wie Hongkong, Singapur oder den USA ist häufig eine persönliche Anwesenheit nötig. Ähnlich weit spannen sich die Mindesteinlagen: In Offshore-Zentren wie Belize, St. Lucia oder Vanuatu genügen oft Beträge im unteren fünfstelligen Bereich, in Singapur oder Hongkong verlangen Banken in der Regel hohe Einlagen bis in den sechsstelligen Bereich, und Europa und die USA liegen dazwischen, abhängig von Bank, Geschäftsmodell und Risikoprofil.
Jede Bank hat außerdem ihre eigenen Annahmerichtlinien nach Jurisdiktion, Branche und Risikoprofil. Deshalb gehört zur Planung immer eine zweite und dritte Adresse, an der ein Antrag ebenfalls Aussicht hat. Welche das für deine Struktur sind, klärst du am besten, bevor der erste Antrag rausgeht.
Wer das für dich abwickelt
Konten sind bei uns das Feld von FreedomBanking Plus, unserer Property für Banking außerhalb der EU. Dort liegen die Jurisdiktionen mit ihren Anforderungen, die Dokumenten-Checklisten und der Ablauf in fünf Schritten, von der Bestellung bis zum aktiven Konto. Zur Meldelage, die an jedem Auslandskonto hängt, liest du hier weiter: CRS-Länder und Informationsaustausch.
Welche Gesellschaft das Konto führen soll, entscheidest du davor. Die Formen mit Preisen und Pflichten stehen unter alle Gesellschaften, die Vorauswahl nach Ausgangslage in unserer Top 5 der Auslandsgesellschaften.
Alle Bank-Jurisdiktionen, Anforderungen und die Abwicklung deiner Kontoeröffnung findest du auf der zuständigen Property:
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